Samstag, 7. September 2013

Die Wanne Traurigkeit auskippen!

Du hast dich geärgert.
Jemand hat dir weh getan, dich verlassen oder gekränkt.
Etwas ist anders verlaufen als erwartet.
Aufgaben und Verpflichtungen scheinen dich aufzufressen.
 
Wenn du traurig bist, trauerst, das Leben rücksichtslos und grausam mit dir umspringt -wie überstehst du das?
Wenn du einsam bist, verlassen, dich ungeliebt fühlst - was baut dich dann wieder auf?
Wie schaffst du es nicht zu verzweifeln, wenn du voller Zweifel bist, man dir den letzten Rest Vertrauen genommen hat?
Wie schöpfst du neuen Mut, wenn alles aussichtslos scheint?

Wer holt dich da wieder raus - wenn nicht du selbst?

Vielleicht hängst du dich vor die Klotze oder surfst im Internet, suchst Trost in Chatrooms oder Foren.
Vielleicht frisst du auch den Kummer in dich rein zusammen mit Chips und Schokolade.
Oder schluckst ihn runter als Kummercocktail mit Wein oder Schnaps.
Oder du beruhigst dich mit Pillen. Tröstest dich vielleicht mit einem neuen Kleid.

Es gibt so viel kleine und große Trösterchen, die aber alle gemeinsam haben, dass sie 1. nicht dauerhaft helfen und 2. oft die Situation noch verschlimmern: zusätzliche Kalorien, ein dicker Kopf, ein leeres Konto...

Es gibt einen ganz einfachen Weg, der 100%ig hilft: Rausgehen. Tief durchatmen. Loslassen.

Immer und überall, auch bei ganz schlechtem Wetter. Draußen sein, sich bewegen, Sonne und Wärme fühlen oder Kälte und Regen spüren. Die Elemente der Natur, sie erden dich. Sie helfen,
entweder weil es schön ist (warm und sonnig) oder weil es ungemütlich ist (kalt und nass). Beides hilft.
Die Bewegung hilft die Anspannung abzubauen. Es ist ein ureigener Reflex jedes höheren Lebewesens, Gefahren davon zu laufen. Stress jeglicher Art nimmt der Körper als Gefahr wahr. Laufen und sich bewegen sind ganz natürliche Ventile, um Druck abzulassen.
Die frische Luft, sich dem Wetter aussetzen klärt obendrein die Gedanken.
Gerüche, Eindrücke machen kreativ, regen die Phantasie an und schaffen somit Raum für neue Perspektiven. Plötzlich ist alles gar nicht mehr so aussichtslos. Man sieht nicht nur den Horizont in der Landschaft, sondern auch wieder Land im Meer der Verzweiflung.

Das Problem hat sich sicher nicht urplötzlich aufgelöst nur wegen eines Dauerlaufs im Dauerregen.  Aber du hast ihm die Macht über deine Gefühle und Gedanken genommen. Du hast wieder die Kontrolle. Die Macht der Traurigkeit, der Einsamkeit, oder des Ärgers hat nachgelassen, ist verpufft. Kraft und neuer Mut haben sich durchgesetzt. Die Wanne Elend ist zum Kummer-Tropfen geschrumpft.

Irgendwas hat dich verletzt, irgendwer war böse, ungerecht, gemein zu dir, aber draußen im Wald oder Feld (alternativ der Stadtpark) erscheint das auf einmal gar nicht mehr so tragisch. Der Duft von Bäumen, Wind oder Wasser haben deine Gedanken gereinigt. Der Anblick von Tieren, Pflanzen oder freundlichen Mitmenschen haben dich abgelenkt und daran erinnert, dass das Leben zu viele Facetten hat, um sich von einer einzigen aus der Bahn werfen zu lassen.

Nach draußen gehen hilft, das Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, Abstand zu gewinnen, sich abzulenken, zu vergessen, um dann später das Übel gelassener anzugehen.

An der frischen Luft bewegen hilft immer! Versprochen. Ich hab es oft genug ausprobiert.

Eure Mo.

1 Kommentar:

  1. Hi du! :)
    Ich habe dich für den "Liebster-Blog-Award" nominiert! Wenn du magst, dann schau doch mal hier vorbei und wenn du Lust hast, mitzumachen, freue ich mich, wenn du meine Fragen beantwortest: http://kaethchensfaedchen.blogspot.de/2014/03/danke-sonne-danke-nagerchen-danke-annica.html
    Ganz liebe Grüße,
    Käthchen

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Mein Motto:
Es macht nichts,
wenn du
ab und zu
stolperst.
Hauptsache,
du bewegst dich.
(von Bibi Hallas)
 
... und wenn man fällt: immer wieder aufstehen!
 
Ich bin schon oft gestolpert und im Grunde hat mich dieses "Stolpern" auf neue Ideen und hin zu neuen Erfahrungen gebracht. Es hat mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin.